Vor allem kleine Röstereien beziehen ihren Rohkaffee von Kleinbauern und kleinbäuerlichen Kooperativen, die sie persönlich kennen und auch möglichst mindestens einmal im Jahr besuchen. Es geht darum nachhaltige, stabile und lange Geschäftsbeziehungen aufzubauen und mit den Bauern gemeinsam etwas zu erreichen.
Die Bauern produzieren Rohkaffee in besonders hoher Qualität und bekommen entsprechend mehr Geld. Es wird klar kommuniziert, dass die Qualität den Wert des Kaffees bestimmt, so dass andere Bauern sich ein Beispiel daran nehmen können.
Transparenz ist in diesem Zusammenhang ein großes Thema – es geht darum sowohl die Bauern als auch die Konsumenten für den Wert des Kaffees zu sensibilisieren.
Direct Trade ist kein geschützter Begriff und auch kein Siegel – es basiert auf Vertrauen. Durch Reiseberichte und die Transparenz zeigen die Röster, das vertraut werden kann. Siegel und Zertifizierung kosten häufig sehr viel Geld, welches an anderen Stellen dringender benötigt wird.

In unserem Fall ist das ganze noch ein wenig direkter zu verstehen – da wir selbst der Bauer sind.

Juan ist auf der Plantage aufgewachsen und es bleibt, auch wenn er schon lange in Deutschland lebt, seine Familienplantage. Wir kaufen zur Zeit ausschließlich den Kaffee von der Familienplantage, zu einem der Qualität entsprechend hohen Kilopreis. Das schöne ist, dass wir wissen, dass das Geld auch an die Plücker weiter gereicht wird – sie bekommen 20% mehr als üblich.